Final Fantasy XIII - Beschwörungen
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Shiva

Wörtliche Bedeutung: Shiva ist sankritisch für "der Freundliche, Gnädige, Huldreiche".
Herkunft und Nachfahren: Shiva soll sich aus Rudra, einer relativ unbedeutenden Gottheit entwickelt haben. Allmählich gewann er immer mehr an Bedeutung, da er die Eigenschaften eines alten Fruchtbarkeitsgottes, dessen Name "Proto-Shiva" war, annahm.
Seine Söhne sind Ganesha, der Elefantengott und Karttikeya, der Kriegsgott.
Mythologische Bedeutung: Shiva ist der Hindu - Gott des Tanzes. Man sagt, wenn er aufhört zu tanzen, hört das Universum auf zu existieren. Sobald er wieder anfängt, wird alles wieder neu entstehen. Shiva ist also Zerstörer und Schöpfer, verkörpert Leben und Tod, außerdem ist er der Herr über die Zeit.
Zusammen mit Vishnu und Brahma bildet er das Trimurti, eine legendäre Götterdreigestalt. Shiva selbst hat sehr viele unterschiedliche Aspekte, die alle andere Namen haben, er verkörpert sowohl gutes, als auch böses, in seinem Charakter verschmelzen die Gegensätze.Einige dieser Aspekte sind Bhairavi, die Schreckliche, Uma, die Bezaubernde, Sati, die gute Ehefrau und Durga, die Unnahbare. Shivas weibliche Energie, seine sogenannte Shakti, wird in ihrem wohlwollenden Aspekt Parvati genannt und ist Shivas Gemahlin.
Darstellung: Meist wird Shiva mir vier Armen und einem oder 5 Köpfen dargestellt. Er hat auch ein drittes, allsehendes Auge mitten auf der Stirn, häufig trägt er eine lange Schädelkette und um seinen Nacken, seine Taille und Arme winden sich Schlangen. Manchmal wird er auch mit Asche beschmiert (Asket), oder mit einer blauen Kehle dargestellt.
Die häufigste Darstellungsform wird "Nataraja" genannt, Shiva, der "Herr des Tanzes" wird dabei auf einem Zwerg tanzend abgebildet.
Mythos: Über Shiva gibt es zahlreiche Mythen, der folgende ist nur einer davon:
Einst wollte Shiva in seiner Gestalt als Nataraja den 10.000 Weisen die Wahrheit aufzeigen, die widersetzten sich jedoch seinen Lehren und schickten einen Tiger, der ihn töten sollte. Shiva schlitzte das Tier aber mit dem Nagel seines kleinen Fingers auf und verarbeitete das Fell zu einem Schal. Aus der Schlange, die die Weisen daraufhin auf ihn losließen, machte er sich eine Halskette. Zuletzt schickten sie ihm einen Zwerg mit einer Keule zu Shiva, der warf ihn jedoch zu Boden und begann auf ihm zu tanzen. Shivas Tanz schlug Götter und Weise gleichermaßen in seinen Bann, selbst der Himmel öffnete sich. Die Weisen leisteten nun keinen Widerstand mehr und beteten Shiva an.
Shiva aus FF: Shiva ist eine der Kreaturen, die schon seit den ersten Teilen der Reihe immer dabei waren. Sie verkörpert immer das Element Eis und hat eine blaue Frauengestalt. Da auch der Gott Shiva weibliche Verkörperungen hatte, ist es nicht so abwegig auch im Spiel eine Shiva darzustellen, da zudem ihr Gegenpol, →Ifrit, ja männlich ist. Warum Shiva das Element Eis verkörpert ist aber nicht so einleuchtend, auch das restliche Erscheinungsbild passt nicht unbedingt zum Mythologischem Vorbild.
Ifrit

Mythologische Bedeutung: Die "Jinn" bzw. "Djinn" waren nach arabischem und islamischen Glauben hässliche und böse dämonische Wesen, durch deren Adern Feuer anstelle von Blut floss, und die angeblich aus rauchlosem Feuer entstanden sind - das waren sie aber nicht immer.
In vorislamischer Zeit galten sie als Naturgeister, die die Menschen in den Wahnsinn treiben konnten. Normalerweise waren sie unsichtbar, konnten aber die Gestalt von Tieren oder Menschen annehmen. In der islamischen Mythologie wurden sie schließlich eine Art Mischwesen aus Engel und Mensch. Die Djinn, die sich weigerten, den islamischen Glauben anzunehmen, wurden zu Dämonen, die anderen wurden zu guten und schönen Geistern.
→Salomon bändigte einige der Djinn und ließ sie Arbeiten für ihn verrichten. Diejenigen, die nicht gehörsam waren, sperrte er in Messinglampen, die er mit seinem Siegel verschloss - diese Wesen wurden zu den Flaschengeistern, die man aus den Märchen aus 1001 Nacht kennt.
Die Djinn waren in 5 Klassen in dieser Reihenfolge eingeteilt: Marit, Ifrit, Sheitan, Gillan und Jann. Der zweiten Klasse "Ifrit" sprach man unglaubliche Intelligenz zu, außerdem sollen die Djinn dieser Klasse gehörnt und zottig sein.
Sonst noch Interessantes: Die 72. Sure des Koran ist nach den Djinn benannt.
Ifrit aus FF: Ifrit zählt zu den beschwörbaren Göttern, die schon seit den ersten Teilen der Reihe in jedem Spiel vorkommen. Er vertritt immer das Element Feuer und sieht ein bisschen wie ein Teufel aus, zottig und mit Hörnern. Seine Angriffe in den Teilen VII bis IX heißen "Höllenfeuer", "Meteorfeuer" und "Inferno".
Carbuncle

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Siren

"Welcher mit törichtem Herzen hinanfährt und der Sirenen
Stimme lauscht, dem wird zu Hause nimmer die Gattin
Und unmündige Kinder mit freudigem Gruße begegnen;
Denn es bezaubert ihn der helle Gesang der Sirenen,
Die auf der Wiese sitzen, von aufgehäuftem Gebeine
Modernder Menschen umringt und ausgetrockneten Häuten."
(Homer: Odyssee XII. Gesang)
Beschreibung und Gestalt: Die "Sirenen" sind nach griechischer Mythologie Mischgestalten aus Mensch und Vogel (Vögel mit Frauenkopf, oder Frauen mit Vogelkopf), nach Homer hatten sie sogar Flügel. Sie waren mit außergewöhnlicher Intelligenz gesegnet und hatten die Gabe, das Wetter zu verändern. Durch ihren Gesang und ihr Harfenspiel betörten sie die an ihrer Insel vorbeifahrenden Fischer, die deshalb mit ihren Schiffen an die Klippen stießen und somit umkamen.
Später übertrafen die Musen die Sirenen im Gesang und klauten ihnen ihre Federn um sie als Kopfschmuck zu tragen.
Mythos: Als Odysseus an der Insel der Sirenen vorbeifuhr, befahl er seinen Männern, sich die Ohren mit Wachs zu verstopfen. Er selbst ließ sich an den Mast binden, um gefahrlos dem Gesang der Sirenen lauschen zu können. So schaffte es sein Schiff, ohne - wie die anderen - unterzugehen, an der Insel vorbeizusegeln. Da die Gestalt der Sirenen hier nicht näher beschrieben wurde und die Geschichte auf dem offenen Meer spielte, wurden die Sirenen auch als Frauen mit Fischflosse beschrieben (Nixen).
Siren aus FF: Im achten Teil der Reihe hat die G.F. Siren zwar die Gestalt einer Frau, doch besteht ihre recht spärliche Kleidung aus Federn. Die Flügel auf dem Kopf entsprechen dem Bild der Sirenen das nach Homer verbreitet war. Bei ihrer Attacke, die "Sirenengesang" heißt, betört sie den Gegner durch ihr Harfenspiel und er wird von Wasser überspült (Siren beeinflusst sozusagen das Wetter). Dem Gegner werden zwar dabei nur wenige HP abgezogen, aber er wird mit Statusveränderungen traktiert, also von Siren sozusagen verzaubert...
In Teil 6 heißt eine Esper Siren, ihre Attacke heißt Hope Song und schläfert alle Gegner ein.
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